
Wie lange eine Nachfolge wirklich dauert
Vom ersten ernsthaften Gedanken bis zum Notartermin vergehen in der Regel sechs bis achtzehn Monate. Danach folgt eine Übergabephase von sechs Monaten bis zwei Jahren, in der Sie weiter zur Verfügung stehen. Die große Spanne entsteht fast vollständig in der Vorbereitung: Wer drei aufbereitete Jahresabschlüsse und einen übertragbaren Betrieb hat, liegt am unteren Rand. Wer beides erst herstellen muss, am oberen. Die Phasen nach der Ansprache dauern dagegen bei fast allen gleich lang.
Inhalt
Was Ihr Betrieb heute wert wäre
Eine erste Größenordnung in zwei Minuten, ohne Firmenname und ohne Registrierung. Kostenfrei, und wir melden uns nur, wenn Sie es wollen.
Wo die Zeit tatsächlich hingeht
Die längste Phase ist die einzige, die vollständig in Ihrer Hand liegt, und sie findet statt, bevor irgendjemand von Ihrem Verkaufswunsch erfährt. Das ist die gute Nachricht: Wer früh anfängt, verkürzt nicht das Verfahren, sondern verlegt seinen langsamsten Teil in eine Zeit ohne Zeitdruck.
Was die Dauer verlängert
- Fehlende oder unaufbereitete Zahlen. Jede Nachfrage in der Prüfung kostet eine bis zwei Wochen, weil sie über Steuerberater und Berater des Käufers läuft.
- Ein Gesellschafterkreis, der sich nicht einig ist. Zwei Brüder mit unterschiedlichen Vorstellungen über den Preis verlängern ein Verfahren zuverlässiger als jede Due Diligence.
- Eine Immobilie im Betriebsvermögen. Bewertung, Grunderwerbsteuer und Finanzierung des Käufers hängen daran.
- Die Finanzierungszusage des Käufers. Bei Einzelkäufern und kleineren Übernehmern ist das der häufigste Grund für Verzögerungen in der Schlussphase.
Was sie verkürzt
Ein sauber vorbereiteter Datenraum verkürzt die Prüfphase erfahrungsgemäß spürbar, weil die Berater des Käufers nicht auf Zulieferung warten. Und ein zweiter Interessent im Verfahren verkürzt alles, weil niemand mehr in Ruhe nachdenken will.
Was Käufer im Einzelnen prüfen und wie Sie die Phase vorbereiten: Was Käufer prüfen: Due Diligence ohne Angst
Die Zeit nach dem Notartermin
Die Übergabephase ist kein Anhängsel. In den meisten Kaufverträgen ist sie geregelt, häufig über einen Beratervertrag mit festem Stundenumfang, gelegentlich über einen Anstellungsvertrag auf Zeit. Üblich sind sechs Monate bis zwei Jahre, abnehmend in der Intensität.
Wer sich hier zu viel vornimmt, verkauft seine Freiheit ein zweites Mal. Wer sich zu wenig vornimmt, gefährdet den Earn-out, also den Teil des Kaufpreises, der erst später fließt und nur dann, wenn der Betrieb vereinbarte Zahlen erreicht. Die Größenordnung gehört deshalb verhandelt und nicht nebenbei zugesagt.
Häufige Fragen
Geht es auch in drei Monaten?
In Ausnahmefällen ja, und zwar wenn der Käufer bereits feststeht, die Zahlen vorliegen und keine Immobilie im Spiel ist. Ein Wettbewerber, der Ihren Betrieb seit Jahren kennt, braucht keine lange Prüfung. Der Preis für dieses Tempo ist meistens der fehlende Vergleich: Ohne zweiten Interessenten verhandeln Sie allein gegen die Zahl des Käufers.
Wie lange ist mein Betrieb üblicherweise im Markt?
Bei uns nicht dauerhaft, sondern in Ansprachewellen. Wir zeigen Ihr anonymisiertes Profil einem passenden Käuferkreis, statt es dauerhaft auszuschreiben. Ein Betrieb, der über Monate in denselben Listen steht, verliert in dieser Käufergruppe an Anziehungskraft, weil die Frage entsteht, warum ihn niemand genommen hat.