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Unternehmenswert für Ihren Metallbaubetrieb berechnen

Was ist Ihr Betrieb wert?

Zwölf Fragen, eine erste Spanne nach dem AWH-Standard des Handwerks. Ohne dass Ihre Auftraggeber, Ihre Leute oder Ihr Wettbewerb etwas davon erfahren.

Schritt 1 von 12

Wie hoch war Ihr Jahresumsatz zuletzt?

Die Betriebsleistung aus dem letzten abgeschlossenen Geschäftsjahr. Wer seine Zahl kennt, bekommt eine engere Spanne.

Schritt 2 von 12

Wie viel davon blieb als Betriebsergebnis übrig?

Vor Steuern, nach Abschreibungen — die Zeile, die Ihre BWA als vorläufiges Ergebnis ausweist. Ohne Ihren eigenen Lohn, danach fragen wir gleich.

Schritt 3 von 12

Was müssten Sie einem angestellten Meister zahlen, der Ihre Arbeit macht?

Bruttojahresgehalt, ohne Arbeitgeberanteil. Der AWH-Standard rechnet Ihre eigene Arbeit zu Marktpreisen gegen — das ist der Unterschied zwischen Gewinn und Ertrag.

Schritt 4 von 12

Wie viele Menschen arbeiten im Betrieb, Sie eingerechnet?

Schritt 5 von 12

Wer führt den Betrieb, wenn Sie ein halbes Jahr ausfallen?

AWH-Kriterium „keine Stellvertreterregelung bzw. keine 2. Führungsebene".

Schritt 6 von 12

Wie viel arbeiten Sie selbst in der Werkstatt und auf der Baustelle mit?

AWH-Kriterium „produktive Mitarbeit".

Schritt 7 von 12

Rufen Ihre Stammkunden bei Ihnen an oder im Betrieb?

AWH-Kriterium „wichtige Kunden". Was an Ihrem Namen hängt, geht nicht automatisch mit über.

Schritt 8 von 12

Wie viel Ihres Umsatzes kommt aus Prüfung, Wartung und Service?

Wiederkehrende Prüfung kraftbetätigter Tore und Türen, Brandschutztüren, Schließanlagen — Erlös, der wiederkommt, weil Ihre Kunden prüfen lassen müssen.

Schritt 9 von 12

Wo liegt der Schwerpunkt Ihres Betriebs?

Schritt 10 von 12

In welchem Bundesland liegt Ihr Unternehmen?

Damit ordnen wir Ihr Unternehmen dem passenden Käuferkreis zu. Gröber als das Bundesland wird es nicht: Nach Ort oder Landkreis fragen wir nicht.

Schritt 11 von 12

Was haben Sie vor?

Die Antwort ändert nichts an Ihrer Wertspanne. Sie entscheidet, was wir Ihnen danach anbieten.

Schritt 12 von 12

Sollen wir Ihr Unternehmen anonym anbieten?

Kostenfrei und unabhängig von der Broschüre. Ihr Betrieb erscheint dann als anonymes Angebot, auf der Plattform und im Käufernetz.

Kostenfrei · ohne Firmenname · ohne Registrierung · Ergebnis sofort am Bildschirm

Ein Käufer prüft bei einem Metallbaubetrieb zwei Dinge zuerst: ob er tragenden Stahlbau liefern darf und wie viele Anlagen er jedes Jahr wieder anfährt. Beides steht nicht in der Bilanz.

Von der Redaktion · Zuletzt aktualisiert am 12. September 2026
Inhalt
  1. Wie ein Metallbaubetrieb bewertet wird
  2. Ohne EN 1090 kein tragender Stahlbau
  3. Warum Torprüfungen jedes Jahr wiederkommen
  4. Was den Wert eines Metallbaubetriebs nach oben und unten zieht
  5. Wie der Verkauf eines Metallbaubetriebs abläuft
  6. Was der Verkauf eines Metallbaubetriebs kostet
  7. Besonderheiten je Schwerpunkt
  8. Häufige Fragen zum Verkauf eines Metallbaubetriebs
  9. Andere Branchen

Wie ein Metallbaubetrieb bewertet wird

Gerechnet wird nach dem AWH-Standard, dem Bewertungsverfahren des deutschen Handwerks. Grundlage ist weder der Umsatz noch der Gewinn, sondern das, was übrig bleibt, wenn ein marktüblicher Lohn für Ihre eigene Arbeit abgezogen ist — dazu private Kosten und einmalige Effekte.

Herausgegeben wird der AWH-Standard von der Arbeitsgemeinschaft Wertermittlung im Handwerk und getragen vom Zentralverband des Deutschen Handwerks. Unser Rechner ist kein AWH-Gutachten. Er rechnet nach demselben Verfahren, aber mit weniger Angaben: Von den zehn Kriterien zur Inhaberabhängigkeit fragen wir drei, und die acht Risikozuschläge lassen wir offen, weil das Handbuch dafür eine Beurteilung durch einen Berater verlangt. Deshalb ist unsere Spanne breiter als ein Gutachten — genau um den Teil, den erst eine Prüfung feststellt. Ausführlich steht das auf der Seite zum SHK-Betrieb.

Bestandteil des KapitalisierungszinsesSpanne
BasiszinsBundeswertpapiere, Restlaufzeit 15 Jahre, erster Börsentag des Jahres3,2 %
ImmobilitätszuschlagEin Betrieb lässt sich schlechter verkaufen als ein Wertpapier1 % – 3 %
Acht Risikozuschläge, je 0 – 3 %Kunden, Leistungsangebot, Branche, Standort, Ausstattung, Personal, Personenabhängigkeit, Sonstiges10 % – 24 %
Abhängigkeit vom InhaberZehn Kriterien, Schulnote 1 bis 6. Allein mehr als alle acht Risikozuschläge zusammen0 – 30 %
abzüglich Abgeltungsteuer25 % zuzüglich Solidaritätszuschlag auf den Bruttozins26,4 %

Quellen: AWH-Standard, Handbuch Unternehmensbewertung im Handwerk, Version 5.0 (Verband, Stand 01.11.2017) · BMF-Schreiben vom 13.01.2026, Basiszins zum 2. Januar 2026: 3,20 % (Primärquelle, Stand 13.01.2026)

Ohne EN 1090 kein tragender Stahlbau

Tragende Bauteile aus Stahl und Aluminium sind Bauprodukte. Wer sie in Verkehr bringt, braucht eine werkseigene Produktionskontrolle, die von einer notifizierten Stelle zertifiziert und laufend überwacht wird. Erst damit darf er die Leistungserklärung ausstellen und das CE-Zeichen anbringen.

Das Zertifikat ist nicht allgemein, sondern benennt die abgedeckten Ausführungsklassen, Werkstoffe und Schweißprozesse. Ein Betrieb, der nur die niedrigste Klasse hat, darf an bestimmte Aufträge nicht heran. Voraussetzung ist außerdem eine benannte Schweißaufsicht, und die ist eine Person.

Für die Bewertung heißt das: Ein Käufer ohne eigene Zertifizierung erwirbt mit Ihrem Betrieb einen Marktzugang, den er nicht in ein paar Wochen nachholt. Umgekehrt ist ein Betrieb, dessen Zertifizierung allein an einer externen Schweißaufsicht hängt, verwundbarer, als es von außen aussieht. Deshalb fragt der Rechner in Schritt 4 nach beidem.

Warum Torprüfungen jedes Jahr wiederkommen

Ein verkauftes Tor bringt einmal Umsatz. Ein Tor, das Sie jedes Jahr prüfen, bringt jedes Jahr Umsatz, dazu Ersatzteile, Reparaturen und irgendwann den Ersatz der Anlage.

Der Grund dafür liegt nicht beim Kunden, sondern in einer Anforderung, der er sich stellen muss. Kraftbetätigte Türen und Tore sind vor der ersten Inbetriebnahme, nach wesentlichen Änderungen und wiederkehrend zu prüfen; prüfen darf nur, wer sachkundig ist und die Schutzeinrichtungen mit geeigneter Messtechnik nachweisen kann.

Für die Bewertung heißt das: Hier entsteht derselbe Erlös wie beim Wartungsvertrag im SHK-Betrieb, bei der Prüfung nach DGUV Vorschrift 3 im Elektrobetrieb und bei der Baumkontrolle im GaLaBau: planbar, wiederkehrend und unabhängig von der Kauflaune des Kunden. Es ist der Teil des Geschäfts, den ein Käufer am höchsten bewertet.

Die Handwerksrolle kommt hinzu: Metallbauer ist zulassungspflichtiges Handwerk. Wie das beim Verkauf wirkt, steht ausführlich auf der Seite zum SHK-Betrieb; die Regel ist dieselbe.

Was den Wert eines Metallbaubetriebs nach oben und unten zieht

MerkmalWirkung auf den Faktor
Prüfung und Service über ein Fünftel des Umsatzeswerterhöhend
Kaum wiederkehrende Erlösewertmindernd

Warum hier keine Prozentzahlen stehen: Belegt ist bei diesen Merkmalen die Richtung, nicht die Höhe. Eine Zahl erscheint hier erst, wenn wir sie belegen können — und dann rechnet der Rechner oben sie auch ein.

Quelle: ASR A1.7, Technische Regel für Arbeitsstätten: wiederkehrende Prüfung kraftbetätigter Türen und Tore (Primärquelle, Stand 14.09.2026)

Was ist Ihr Betrieb wert?

Zwölf Fragen genügen für eine erste Spanne. Ohne Firmenname, ohne Registrierung.

Jetzt berechnen

Wie der Verkauf eines Metallbaubetriebs abläuft

  1. 1
    WertermittlungSie trennen zwei Dinge: den Ertrag aus Service und Prüfung und den Ertrag aus Fertigung. Dazu den Zeitwert von Halle und Maschinen.
  2. 2
    Servicebestand aufbereitenWie viele Anlagen, welche Intervalle, welche Kunden, welche Verträge. Das ist die Zahl, auf die ein Käufer zuerst sieht.
  3. 3
    Zertifizierung prüfenWelche Ausführungsklassen, welche Werkstoffe, welche Schweißprozesse das Zertifikat abdeckt, wann die nächste Überwachung ansteht und wer als Schweißaufsicht benannt ist.
  4. 4
    Anonyme AnspracheWir stellen Ihren Betrieb ohne Namen vor: Schwerpunkt, Größenordnung, Region, Umfang der Zertifizierung. Ihre Mitarbeiter und Auftraggeber erfahren nichts.
  5. 5
    ÜbergangKurz im Servicegeschäft, weil die Beziehung an der Anlage hängt. Länger in der Fertigung, weil Konstruktion und Kalkulation übergeben werden müssen.

Was der Verkauf eines Metallbaubetriebs kostet

Für Sie als Abgeber entstehen über uns keine Kosten. Bezahlt werden wir von der Käuferseite, und zwar erst, wenn Sie Ihre Daten ausdrücklich für einen bestimmten Käufer freigegeben haben.

Kosten entstehen Ihnen an anderer Stelle: Steuerberater für die Trennung von Betrieb und Substanz, Anwalt für den Kaufvertrag und für die Frage nach der Zertifizierung. Der zweite Punkt lohnt die Beratung, weil an ihm ein Teil des Marktzugangs hängt.

Besonderheiten je Schwerpunkt

Stahl- und Konstruktionsbau

  • Ohne Zertifizierung nach EN 1090 kein tragender Stahlbau
  • Die Zertifizierung ist eine Eintrittsschwelle, die ein Käufer mitkauft
  • Werkseigene Produktionskontrolle hängt an benannten Personen

Fenster, Türen und Fassade

  • Objektgeschäft mit Ausschreibungen und langen Vorlaufzeiten
  • Wiederkehrende Auftraggeber statt Empfehlungsgeschäft
  • Der Auftragsbestand ist die Zahl, die ein Käufer zuerst prüft

Tore, Service und Schlosserei

  • Geprüfte Tore kommen jedes Jahr wieder — der Kunde muss prüfen lassen
  • Aus der Prüfung kommt das Reparatur- und Ersatzgeschäft
  • Der planbarste Teil des Metallhandwerks
Häufige Fragen

Häufige Fragen zum Verkauf eines Metallbaubetriebs

Warum zählt der Servicebestand mehr als der Auftragsbestand?

Weil er wiederkommt. Ein verkauftes Tor bringt einmal Umsatz. Ein Tor, das Sie jedes Jahr prüfen, bringt jedes Jahr Umsatz, dazu Ersatzteile, Reparaturen und irgendwann den Ersatz der Anlage. Ein Käufer kann damit planen und finanzieren, mit einem Auftragsbuch nicht.

Müssen Tore wirklich jedes Jahr geprüft werden?

Die Technische Regel für Arbeitsstätten ASR A1.7 sagt, die wiederkehrende Prüfung kraftbetätigter Türen und Tore sollte mindestens einmal jährlich erfolgen. Das Wort lautet „sollte", nicht „muss". Wer die Regel anwendet, kann davon ausgehen, die Anforderungen der Arbeitsstättenverordnung zu erfüllen; wer anders vorgeht, muss eine gleichwertige Lösung nachweisen. In der Praxis führt das dazu, dass gewerbliche Betreiber jährlich prüfen lassen.

Was bedeutet die Zertifizierung nach EN 1090 für den Verkauf?

Sie ist die Eintrittskarte in den tragenden Stahlbau. Wer tragende Bauteile aus Stahl oder Aluminium als Bauprodukt in Verkehr bringt, braucht eine werkseigene Produktionskontrolle, die von einer notifizierten Stelle zertifiziert ist. Ohne sie darf er keine Leistungserklärung ausstellen und kein CE-Zeichen anbringen. Ein Käufer ohne eigene Zertifizierung kauft mit Ihrem Betrieb also einen Marktzugang.

Bleibt das Zertifikat bestehen, wenn ich verkaufe?

Zu prüfen: Das hängt davon ab, wie der Verkauf gestaltet wird und ob die benannte Schweißaufsicht bleibt. Wir haben dazu keine belastbare Auskunft und stellen deshalb keine auf. Die Frage gehört früh an die notifizierte Stelle, weil an ihr hängt, ob dieser Wert übertragbar ist.

Brauche ich einen Meister, damit der Betrieb weiterlaufen darf?

Der Betrieb braucht einen. Metallbauer ist zulassungspflichtiges Handwerk. Nach § 7 Absatz 1 Satz 1 der Handwerksordnung wird eine Gesellschaft eingetragen, wenn der Betriebsleiter die Voraussetzungen erfüllt. Bei Metallbaubetrieben kommt die Schweißaufsicht als zweite Personenfrage hinzu, und die beiden fallen nicht immer zusammen.

Wie werden Halle und Maschinen bewertet?

Getrennt vom laufenden Betrieb. Ein Vielfaches auf das Ergebnis bildet ab, was der Betrieb verdient. Laser- oder Plasmaschneidanlage, Abkantpresse, Schweißarbeitsplätze und Fuhrpark kommen als eigener Posten hinzu oder werden abgezogen, wenn erheblicher Ersatzbedarf besteht.

Was passiert mit meinen Mitarbeitern?

Bei einem Betriebsübergang gehen bestehende Arbeitsverhältnisse nach § 613a BGB mit allen Rechten und Pflichten auf den Erwerber über. Geprüfte Schweißer und benannte Schweißaufsichtspersonen sind in dieser Branche kaum zu ersetzen.

Was kostet mich das?

Für Sie nichts. Bezahlt werden wir von den Käufern, und zwar erst dann, wenn Sie Ihre Daten ausdrücklich für einen bestimmten Käufer freigegeben haben.