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Marktzahlen

Unternehmensnachfolge in Deutschland in Zahlen

Alle Angaben auf dieser Seite stammen aus einer einzigen Quelle, der aktuellen Schätzung des Instituts für Mittelstandsforschung Bonn vom November 2025. Wir haben sie aus dem Originalbericht übernommen, nicht aus einer Sekundärquelle. Zitieren erwünscht, Quellenangabe dazu.

186.000Unternehmen stehen 2026 bis 2030 zur Übergabe an
37.200davon rechnerisch je Jahr
52Übergaben je 1.000 Unternehmen

Quelle: IfM Bonn, Daten und Fakten Nr. 37, November 2025. Schätzung für den Zeitraum 2026 bis 2030.

Das Gesamtbild

Von den rund 3,6 Mio. Unternehmen in Deutschland gelten etwa 3,2 Mio. als Familienunternehmen. Davon erwirtschaften 733.000 einen Gewinn, der eine Übernahme überhaupt lohnend macht. Aus dieser Gruppe stehen im Fünfjahreszeitraum rund 186.000 vor der Übergabe.

Die Zahl stagniert, und das ist der bemerkenswerte Teil. Demografisch wäre ein Anstieg zu erwarten gewesen, weil die Inhaber älter werden. Dass er ausbleibt, liegt an der gesunkenen Übernahmewürdigkeit: Im Zeitraum 2022 bis 2026 galten noch 772.000 von 3,3 Mio. Familienunternehmen als übernahmewürdig, jetzt sind es 733.000 von 3,2 Mio..

Was „übernahmewürdig" bedeutet

Das IfM Bonn zählt ein Unternehmen nur dann zu den übergabefähigen, wenn sein Gewinn ausreicht, um einen Nachfolger angemessen zu entlohnen und das eingesetzte Kapital zu verzinsen. Betriebe darunter werden nicht übergeben, sondern geschlossen. Das ist der Grund, warum die Zahl trotz alternder Inhaber nicht steigt.

Nach Wirtschaftszweigen

Übergaben 2026 bis 2030 nach Wirtschaftszweig
Absolute Zahlen. Die beiden größten Bereiche liegen fast gleichauf.
Unternehmensbezogene Dienstleistungen57.800
Produzierendes Gewerbe57.500
Handel37.800
Personenbezogene Dienstleistungen18.600
Land- und Forstwirtschaft, Fischerei14.600

Aussagekräftiger ist der Vergleich mit dem Anteil am gesamten Unternehmensbestand. Er zeigt, wo überproportional viele Übergaben anstehen.

WirtschaftszweigAnteil an den ÜbergabenAnteil am Bestand
Unternehmensbezogene Dienstleistungen31,0 %36,1 %
Produzierendes Gewerbe30,9 %19,4 %
Handel20,3 %15,7 %
Personenbezogene Dienstleistungen10,0 %25,6 %
Land- und Forstwirtschaft, Fischerei7,8 %3,2 %

Land- und Forstwirtschaft sowie das Produzierende Gewerbe sind deutlich überrepräsentiert: Das Produzierende Gewerbe stellt knapp ein Fünftel aller Unternehmen und fast ein Drittel aller Übergaben. Personenbezogene Dienstleistungen sind umgekehrt stark unterrepräsentiert, weil dort viele sehr kleine Betriebe ohne Übernahmewert stehen.

Quelle: IfM Bonn, Daten und Fakten Nr. 37, November 2025. Schätzung für den Zeitraum 2026 bis 2030.

Nach Umsatzgrößenklassen

Hier steht die für uns wichtigste Zahl der ganzen Erhebung.

Übergaben 2026 bis 2030 nach Jahresumsatz
Die Klasse 500.000 € bis 1 Mio. € trägt allein über ein Drittel aller Übergaben.
100.000 bis 250.000 €1.400
250.000 bis 500.000 €23.100
500.000 € bis 1 Mio. €64.200
1 bis 2 Mio. €47.900
2 bis 5 Mio. €29.800
5 bis 10 Mio. €10.700
10 bis 25 Mio. €5.600
25 bis 50 Mio. €2.200
über 50 Mio. €1.600

Der Anteil der kleinen Unternehmen bis 500.000 Euro Umsatz an allen Übergaben ist gegenüber der vorigen Schätzung von fast 30 auf knapp 13 Prozent gefallen. In diesen Größenklassen lohnt sich eine Übernahme immer seltener. Oberhalb von einer Million Euro Umsatz stehen dagegen rund 98.000 Betriebe zur Übergabe an.

Quelle: IfM Bonn, Daten und Fakten Nr. 37, November 2025. Schätzung für den Zeitraum 2026 bis 2030.

Wie Nachfolgen gelöst werden

LösungAn wenAnteil
familieninternan die eigenen Kinder oder andere Familienmitglieder54 %
unternehmensexternan externe Führungskräfte, andere Unternehmen oder Dritte29 %
unternehmensinternan einen oder mehrere Mitarbeiter17 %

Diese Anteile stammen aus einer Metaanalyse von 23 Studien der vergangenen vierzig Jahre. Der Bericht korrigiert sie ausdrücklich, weil Befragungen familieninterne Nachfolgen überzeichnen: Wer innerhalb der Familie übernimmt, nimmt häufiger an solchen Umfragen teil als jemand, der von außen gekauft hat.

Im Zeitverlauf verschiebt sich das Bild. In Studien mit Daten ab 2010 liegt der familieninterne Anteil bei 51 Prozent, in älteren bei 55.

Quelle: IfM Bonn, Daten und Fakten Nr. 37, November 2025. Schätzung für den Zeitraum 2026 bis 2030.

Nach Bundesländern

PlatzBundeslandÜbergabenje 1.000
1Niedersachsen19.00061
2Schleswig-Holstein7.20055
3Bremen1.40055
4Baden-Württemberg26.20054
5Mecklenburg-Vorpommern3.20054
6Nordrhein-Westfalen38.30053
7Sachsen-Anhalt3.60053
8Saarland2.00053
9Rheinland-Pfalz8.80052
10Bayern34.50051
11Hessen13.60051
12Hamburg5.10049
13Brandenburg4.80048
14Thüringen3.70048
15Sachsen7.40047
16Berlin7.70040
Deutschland186.00052

Quelle: IfM Bonn, Daten und Fakten Nr. 37, November 2025. Schätzung für den Zeitraum 2026 bis 2030. Die Einzelwerte summieren sich auf 186.500; die Gesamtzahl ist im Bericht auf 186.000 gerundet.

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